„Was uns trägt – was uns prägt“

 

Festakt zum Doppeljubiläum:

 

50 Jahre Liebfrauenschule in Mönchengladbach – 25 Jahre in Trägerschaft des Bistums Aachen

 

Nach einem großen Schulfest für Schüler, Lehrer, Freunde, Familien und Kooperationspartner im September letzten Jahres beging die Bischöfliche Liebfrauenschule, das Berufskolleg des Bistums Aachen in Mönchengladbach nun den Höhepunkt ihres Jubiläumsschuljahres.

Am Freitag, den 10. März, fand in der Schule an der Bettrather Straße in Mönchengladbach ein Festakt statt, an dem auch Bischof Dr. Helmut Dieser teilnahm. Unter dem Motto „Was uns trägt – was uns prägt“  feierte der Aachener Bischof mit ca. 120 Gästen aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Schule einen von der Schulgemeinschaft gestalteten Festgottesdienst. Es folgte ein festliches Programm in der Aula der Schule.

In ihrer Begrüßung dankte die Schulleiterin Oberstudiendirektorin Dr. Ulrike Thies den zahlreichen Gästen für  Ihr Kommen und wies darauf hin, dass die große Gästeschar durch ihre Anwesenheit belege, wie vielfältig vernetzt und tief verwurzelt die Schule seit ihren Anfängen in Stadt, Region und Bistum sei. Besonders stolz sei man, unter den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichsten Kooperations- und Ausbildungspartner auch zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler zu wissen.

Oberstudiendirektor Dr. Thomas Ervens, Leiter der Abteilung Erziehung und Schule im Bistum Aachen, stellte in seiner anschließenden Laudatio fest: „Das Maß der Schule ist der Mensch.“ Diesem Leitgedanken folge die Bischöfliche Liebfrauenschule in Mönchengladbach in herausragender Weise seit ihren Anfängen vor 50 Jahren. Bei aller Kontinuität entwickle sich die Schule dabei stetig weiter. Dies zeige sich u.a. an der Erweiterung ihres Bildungs- und Ausbildungsangebotes, zuletzt etwa durch die Einführung des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit, Erziehung und Soziales.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach Hans-Wilhelm Reiners bekannte sich in einem persönlichen Grußwort anschließend dazu, sich als „Nachbarskind“ noch gut an den damaligen Schulneubau der 60er Jahre erinnern zu können. Mit Blick auf den weiter gestiegenen Betreuungsbedarf im Bereich der Kindertageseinrichtungen der Stadt verdeutlichte er die enorme Bedeutung der Ausbildung von zukünftigen Erzieherinnen und Erziehern.

Die Leitende Regierungsschuldirektorin Christiane Gerhards aus Düsseldorf knüpfte in ihrem Grußwort an die Rede der Provinzialoberin der Schwestern Unserer Lieben Frau bei der Einweihung der Liebfrauenschule im Jahre 1967 an: „Pädagogik ist immer im Fluss“ und bekräftigte, mit Blick auf das aktuelle Schulprogramm müsse man sich um die Zukunft dieser Schule keine Sorge machen.

Die neueren Entwicklungen der Pädagogik, vor allem die Herausforderungen in der Elementarbildung standen auch im Zentrum eines Fachvortrags von Universitätsprofessorin Dr. Nadia Kutscher, die eigens aus Vechta nach Mönchengladbach gekommen war. Ihr Vortrag betrachtete das 50jährige Schuljubiläum des bischöflichen Berufskollegs im Spiegel grundlegender und aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und Herausforderungen für ein Feld, das sich in permanenter Bewegung befindet.

Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete ein eigens zum Schuljubiläum gegründeter Lehrer-Schüler-Projektchor mit mehrstimmigen zeitgenössischen Stücken unter der Leitung von Dr. Dieter Döben.

Beim anschließenden Sektempfang und Imbiss in der Eingangshalle der Liebfrauenschule gab es Gelegenheit zu vielfältigen Gesprächen und Begegnungen. Auch der Bischof mischte sich hier wieder zwanglos unter die Gästeschar und suchte das Gespräch mit Lehrern, Schülern und Ehrengästen. Die Bischöfliche Liebfrauenschule in Mönchengladbach feierte ihr 50-jähriges Schuljubiläum in einer für die Schule gewohnt lebendigen und herzlichen Atmosphäre!

Die Geschichte der Schule reicht in ihren Anfängen deutlich weiter zurück: Im Jahre 1920 gründeten die Schwestern Unserer Lieben Frau in Mülhausen bei Grefrath / Oedt neben dem bereits bestehenden Gymnasium und im Anschluss an ein Lehrerinnenseminar ein Fachseminar für angehende Erzieherinnen und Hortnerinnen. Das war der Beginn der Liebfrauenschule als berufsbildende Schule für Berufe und Studiengänge im Sozial- und Gesundheitswesen.

Vor 50 Jahren, in den Jahren 1965 – 1967, wurde mit der Unterstützung des Bischofs von Aachen an der Bettrather Straße in Mönchengladbach ein neues, modernes und vor allem größeres Schulhaus errichtet. Hier wuchs die Liebfrauenschule nach ihrem Umzug aus Grefrath / Oedt rasch weiter.  

Vor 25 Jahren, im Jahr 1992, übernahm das Bistum Aachen die  Liebfrauenschule von den Schwestern Unserer Lieben Frau und fügte das Berufskolleg mit der Fachrichtung Gesundheit, Erziehung und Soziales in den Bestand der Bischöflichen Schulen ein. Steigende Schülerzahlen, aber weniger Ordenslehrkräfte waren der Grund, warum der Orden 25 Jahre nach dem Schulneubau in Mönchengladbach die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Bildungseinrichtung in die Hände des Bischofs von Aachen gab.

Seit beinahe 10 Jahren gibt es keine Ordensschwestern mehr an der Schule. Die Schule versteht ihr  besonderes Profil dennoch bis heute aus der Spannung von „Innovation und Tradition“.  Bereits vor 50 Jahren, bei der Einweihung des neuen Schulgebäudes sagte die damalige Provinzialoberin des Ordens in ihrer Festrede: „Pädagogik ist immer im Fluss […] Die Umgestaltung dieser Schule gibt schon einen Einblick vom Drang unserer Zeit nach einer gegenwartsnahen und zukunftsmächtigen Pädagogik“.

Dem Anspruch qualifizierter Schul- und Berufsausbildungen stellt sich die Bischöfliche Liebfrauenschule nunmehr ohne Unterbrechung seit ihren Anfängen vor 25, 50 und nahezu 100 Jahren – immer mit dem Ohr am Arbeitsmarkt und den sich verändernden Erfordernissen  für Fachkräfte in den Arbeitsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens.

Entsprechend breit ist das Bildungs- und Ausbildungsangebot des Bischöflichen Berufskollegs: Es reicht aktuell von der Ausbildung staatlich geprüfter Sozialassistenten bzw. Kinderpfleger über die Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen sowie das Berufliche Gymnasium für Gesundheit / Erziehung und Soziales bis hin zu den Ausbildungen von Erziehern und Heilerziehungspflegern in den Fachschulen des Sozialwesens. Neben den genannten Berufsabschlüssen besteht die Möglichkeit des Erwerbs aller höheren Schulabschlüsse: der Mittleren Reife, Fachhochschulreife und seit vier Jahren auch der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) mit beruflichen Kenntnissen.

Aktuell besuchen rund 660 Schülerinnen und Schüler die Bischöfliche Liebfrauenschule in Mönchengladbach. Sie kommen sowohl aus der Stadt als auch der gesamten Region und nehmen z.T. weite Anfahrtswege in Kauf, um eine Ausbildung an der angesehenen Schule zu absolvieren.

Insgesamt rund 12.000 Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen 50 Jahren die Liebfrauenschule in Mönchengladbach besucht. Es gibt kaum einen Kindergarten in Mönchengladbach und der weiteren Umgebung, in  dem nicht eine in der Liebfrauenschule ausgebildete Erzieherin bzw. ein dort ausgebildeter Erzieher arbeitet.

Auch aus diesem Grund nahmen an dem Jubiläumsfestakt zahlreiche Ausbildungspartner und Trägervertreter kirchlicher und kommunaler Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe teil.

 

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